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Mittwoch, 31. Januar 2007

die Bahn

macht mich fertig. Ich hatte bisher immer gedacht, ich würde die einzig verlässliche Strecke in ganz NRW benutzen. Man kann auch nicht sagen, dass sie unpünktlich ist, aber manchmal fährt sie eben gar nicht. So gestern, wo wir mit einem Linienbus, der hoffnungslos überfüllt war, ein halbe Stunde durch den Vorort gezuckelt sind, um zum nächsten Bahnhof zu kommen. Dabei habe ich mal wieder festgestellt, das Bahnfahren schön ist, aber Busfahren total nervt.

Sonntag, 28. Januar 2007

Jarvis Cocker

spielte am Donnerstag in der Live Music Hall und da es sich um meinen ersten Konzertbesuch in diesem Jahr handelt, habe ich beschlossen, diesen total vernachlässigten Blog zu aktualisieren.

Jarvis Cocker also. Ein schlacksiger Typ mittleren Alters bewegt sich in einem unbeschreibbaren Stil über die Bühne und singt melodiöse Lieder mit bösen Texten. Zwischendurch erzählt er, was er nachmittags auf seinem Spaziergang durch Köln erlebte. Oder dass er etwas Angst hat ein Stück zu singen, dass "From Auschwitz to Ipswich" heißt. "You certainly know where Auschwitz is. But do you also know, where Ipswich is?" (Habe ich auch schon wieder vergessen, aber stammt daher nicht dieser Serienmörder, der vor kurzem erst gefasst wurde?) "Ipswich ist very boring. Well, that´s the point." Ich habe nicht ganz verstanden, was er dem aufmerksamen Publikum damit übermitteln wollte, aber es klang so, als hätte er sich Gedanken gemacht. Was man sicherlich auch von Jarvis Cocker als dem Prototypen eines sozialkritischen aber snobistischen Intellektuellen von der Insel erwarten würde.

Das Konzert war sehr unterhaltsam und viel zu kurz, da Jarvis Cocker als solcher bisher nur eine CD herausgebracht hat und sich dazu entschloss nur ein Lied aus seiner Karriere als Pulp-Sänger zum Besten zu geben. Was tatsächlich nicht weiter schlimm war, abgesehen davon, dass es die Darbietungszeit dann doch auf die Spielzeit einer CD verkürzte.

Noch ein paar Worte zur aktuellen CD Jarvis: unspektatulär, melodiös, dramatisch, zynisch, bedroht von einer Existenz als Hintergrundmusik, entkommt diesem Schicksal durch ein paar Knaller, die den Blick wieder auf das Ganze lenken.

Dienstag, 21. November 2006

Band 7

Muss ich noch ausführlicher werden oder reichen diese beiden Worte um zu wissen, was gemeint ist?

Letzte Woche habe ich eine e-mail von einem der größeren Buchshops unserer aller Cyberwelt erhalten und daraufhin prompt eine Vorbestellung abgegeben. Ohne den Erscheinungstermin zu kennen, der natürlich immer noch im Dunkeln liegt. Total panne, wie man im Ruhrgebiet zu sagen pflegte, jedenfalls als ich dort noch wohnhaft war.

Und was geschieht nach Band 7 auf den es keinen Band 8 mehr geben wird? Ist dann die Kindheit endgültig vorbei?

Alltag

Manchmal tut es so weh, wenn man sich dem wieder nähert, das man vor einiger Zeit zu den Akten gelegt hat, froh darüber, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben. Aber bei dem ersten Kontakt mit diesem Themenbereich beginnt das Zweifeln von Neuem. Dazu kommt, das die Erholung im Urlaub wieder den Blick auf neue Aktivitäten gelenkt hat. Nach zwei Tagen Arbeit hat mich die Müdigkeit jedoch schon wieder im Sack und ich bin mit meinen kleinen Projekten total ausgelastet.

Samstag, 30. September 2006

Besuch bei der Borussia

Es gab keine Kekse, dafür aber leckere Bratwurst, und auch keinen Kaffee, dafür aber Pils aus dem Plastikbecher. Vor dem Signal-Iduna-Stadtion tummeln sich schwarz-gelbe Fans aller Altersstufen, ein Besuch beim BVB ein Zeitvertreib für die ganze Familie.
Borussia
Ich habe nicht wirklich viel Ahnung von Fußball und muss mir immer beim Kicker die aktuelle Tabelle angucken. Aber wenn es einen Verein gibt, zu dem ich eine wie auch immer geartete Affinität verspüre, dann ist es natürlich der BVB (als alte Dattelnerin/Lünerin).

Was ist das beste am Fußball? Natürlich die Bratwurst oder die trockenen Brezel. Nein, der erste Blick ins Stadion, wenn man in seine Block kommt. Oder nein, die Südtribüne bei der Borussia. Unbezahlbar. 30 Tausend, die ihre Schals hochhalten, Papierschnitzelbomben werfen und Riesen-Fahnen schwenken. Ein unglaublicher Anblick von Sitzplätzen direkt unterm Dach.

Soll ich etwas zum Spiel sagen? Oder ist alles gesagt, wenn man darauf hinweist, dass das Ergebnis 2:2 gegen die Tabellenletzten Hannover 96 lautet?

Egal, ich hatte trotzdem meinen Spass und ich habe ja auch keinen Trainerposten zu verlieren...

Montag, 25. September 2006

To Diss or not to Diss

Seit über einem Jahr bin ich nun mit meinem Studium fertig und überlege seitdem jeden Tag, ob ich eine Dissertation schreiben soll. Jeden Tag. Heute muss ich mich mal hier ausheulen, weil ich niemanden von meinen Studienlastigen Freunden mehr damit belasten kann. Die wollen das echt nicht mehr hören.

Ist es ein Zeichen, dass ich ständig darüber nachdenke? Aber ich habe eigentlich keine rechte Lust. Mein Leben ist schön auch ohne Studium. Ich kann Krimis lesen und ein bisschen Geschichte, z.B. über den Deutschen Herbst, total spannend. Ich habe genug Zeit, um Leute zu treffen und um Walken zu gehen. Ich kann nach der Arbeit spontan einkaufen fahren. Und entspannt Japanisch lernen. Wozu brauche ich also eine Diss? Es ist wohl auch nicht die Diss, sondern ein Ziel in Form einer Diss. Shit, warum kann der Mensch nicht unteleologisch leben? Das ist wahrscheinlich genetisch veranlagt, damit es auf der Welt weitergeht. Oder damit das Ende der Welt beschleunigt wird. Und an Abfallprodukten fallen dann eben auch sinnlose Diss an. Arme Welt.

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