User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

erste Verbindungen
Seite 134. So langsam zeigen sich Verbindungen zwischen...
teildesganzen - 7. Mär, 22:58
infinite jest: Einsamkeit...
Ich bin noch nicht viel weiter, aber gestern, auf dem...
teildesganzen - 21. Feb, 18:53
teildesganzen liest infinite...
Neben mir liegt dieses Monstrum von Buch mit 1000 eng...
teildesganzen - 20. Feb, 17:19
Occupied City von David...
Am 26. Januar 1948 kommt ein Mann nach Dienstschluss...
teildesganzen - 15. Feb, 15:38
Die verpasste Chance...
Literatur ist für mich ein Netzwerk, das horizontale...
teildesganzen - 13. Feb, 16:00

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Suche

 

Web Counter-Modul

Montag, 2. April 2007

Andreas Gursky

hat eine Ausstellung in München und die habe ich am Samstag besucht.

Im Haus der Kunst hängen ca. 45 Bilder des Ausnahmefotographen in hellen, hohen, großen Räumen. Die Abzüge wurden extra für diese Ausstallung angefertigt und etwas größer als normal angefertigt, um der Dimension der Aussstellungsräume gerecht zu werden. Der Effekt ist eindrucksvoll, die Wirkung der Bilder in dieser Größe ist atemberaubend.

Wenn man die Ausstellung betritt, fällt der Blick sofort auf das erste Bild "Rhein", eine Komposition aus grünen, braunen, blauen und grauen Streifen, deren Unwirklichkeit und Perfektion ein irritierender Kontrast zum Medium Fotographie ist. Gursky spielt mit den Erwartungen, die an eine Fotographie als wirklichkeitsabbildend gestellt werden, und instrumentalisiert das Foto um ein Idealbild des Motivs zu erschaffen. Der Anspruch, das Wesen des Abgelichteten darzustellen, der oft z.B. an Portraitfotos gestellt wird, wird bei Gursky auf Gegenstände und Landschaften übertragen und ins Extrem übersteigert. Seine Fotos sind eine Konstruktion der Wirklichkeit, plastik-künstlich und foto-realistisch gleichzeitig.

Die Aufnahmetechnik suggeriert das Fehlen des Fotographen, drückt eine Objektivität und Eigenständigkeit des Fotos aus, die verwirrend und anziehend ist. Aber diese Fotos sind Bilder aus dem Kopf von Andreas Gursky, sind Projektionen wie er die Welt sieht und wie er sie versteht. Sind Konstruktionen, die wir alle vornehmen. Für mich ganz persönlich hat das zu einem seltsamen Moment angesichts des Bildes "Monaco" geführt. Ich träume oft von einer Stadt, die aus Versatzstücken des realen Monaco besteht, und die Bilder in meinem Traum und das Foto von Gursky scheinen durch einen ähnlichen Prozess zustande gekommen zu sein. Ein plötzlicher Moment von Koinzidenz, die so erhellend ist, und dennoch nichtssagend.

Die Ausstellung läuft noch bis Mitte Mai. Die Öffnungszeiten wurden wegen der großen Nachfrage auf bequeme 10-22 Uhr in der Woche und 10-20 Uhr am Wochenende verlängert. Am Wochenende gibt es jeweils um 15 Uhr eine sehr informative öffentliche Führung, die ca. eine Stunde dauert.

Dienstag, 27. März 2007

Arcade Fire

hat die tour abgesagt, oder zumindest das Konzert in Köln am Sonntag!

Das ist nicht nur schade, sondern auch noch blöd, weil ich extra für das Konzert früher von einer Kurzreise zurück komme...

Lilli muss sterben

heißt eine Krimi-Anthologie, die einen Kurzkrimi von mir enthält! Aber ich verrate nicht, um welchen es sich handelt :-).

Ich verrate nur, dass ich mich total darüber freue!

Zu erwerben ist die Anthologie übrigens hier

Montag, 19. März 2007

Borussia Dortmund

"Das ist ein wichtiges Spiel," sagte mein Lebensabschnittsgefährte, als wir Richtung Dortmund gefahren sind. Und wenn einem das Wasser bis zum Hals steht und ein neuer Trainer auf der Bank sitzt, sollte die Motivation auch hoch genug sein, um mal wieder eine ordentliche Vorstellung abzuliefern.

Die Realität sah anders aus.

Gegen Nürnberg holte die Borussia gerade mal einen Punkt und konnte sich nur beim Rest der Liga dafür bedanken, dass sie nicht weiter abgerutscht sind.

Was mich vor allem wach gehalten hat war Paula, die direkt hinter mir gesessen hat und viel Spass mit dem Werbe-Clapper hatte, der vor dem Spiel verteilt worden ist. Paula ist ca. 5 Jahre alt und hatte definitiv kein Interesse an dem Spiel, das ihre Mutter dafür lautstark kommentierte. Voller Fachkenntnis wurden mit "Mann, da steht doch keiner." ungehalten auf Fehlpässe aufmerksam gemacht; ein Auspruch, der in seiner Beliebtheit nur von "Es sind keine Müsliriegel mehr da, Paula." getoppt wurde.

Nach dem Spiel standen wir noch 45 Minuten auf dem Parkplatz, was ich nicht zu viel fand, was mein Lebensabschnittsgefährt jedoch mir ankreidete, weil ich angeblich herumgetrödelt habe.

Drücken wir der gelben Borussia dennoch die Daumen dafür, dass sie in der ersten Liga bleiben darf.

Sonntag, 4. März 2007

The Cooper Temple Clause

haben am Freitag in Köln, Prime Club, gespielt. Die Erkenntnis kam erst am Donnerstag, aber es war kein Problem am Freitag noch Karten zu bekommen und der Prime Club schien auch nicht ausverkauft.

The Cooper Temple Clause also. Es war fast so was wie ein Comeback, nach Austausch eines Bandmitgliedes und einer langen Pause zum letzten Album. Die Band war enthusiastisch und hatte viel Spass beim Auftritt. So auch das ziemlich heterogene Publikum: altersmäßig war alles vertreten, was zeigt, dass TCTC eine ziemliche Bandbreite an Geschmäckern ansprechen. Das zeigt sich auch an der letzten CD, wo die Überreste des ehemaligen Soundwallsounds mit elektronischen Klängen und ein paar echten Gitarren-Schlagern friedlich coexistieren. "Make this your own" mag in diesem Zusammenhang bedeuten, dass sich der Hörer einen Reim darauf machen soll, sein eigenes Bild von der Band und ihrem Musikuniversum konstruieren soll. Genug Stoff ist vorhanden.

Das Konzert dominierte jedoch eine gig-geprüfte Auswahl an Sachen aus den ersten beiden CDs, während vor sich allem am Anfang die Stücke von "Make this your own" konzentrierten. Beides wurde auf seine Art positiv aufgenommen. Selbst die einzelnen sehr mainstreamigen Versuche, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, kommen gut im Konzert. So ein Konzert bietet ja auch immer die Gelegenheit, ein Stück Bandhistorie auf einen Blick aufzunehmen und bei TCTC verschärft das den Eindruck, dass die Stücke immer differenzierter werden, immer mehr Einzelheiten aus den konzertierten Lärm heraustreten, die Stücke daher auch verspielter werden, manchmal aber auch konventioneller.

Das Konzert selbst hat viel Spass gemacht, der Prime Club waberte vor Energie, auch wenn der Sound unterirdisch schlecht war. Wie es mit der Band weitergeht, bleibt darüber hinaus spannend.

Mittwoch, 28. Februar 2007

24

Heute ist der erste Mittwoch nach dem Ende der letzten Staffel 24 und ich muss eine Gedenkminute für Jack Bauer einlegen, der nun bis zum Beginn der nächsten Staffel in einem chinesischen Gefängnis gefoltert wird. Und das wahrscheinlich nicht nur mit verkochtem Huhn Sezuan Art.

Aber vielleicht darf man das ganze nicht so negativ sehen. So kommt Jack endlich mal aus dem Dunstkreis von Los Angeles raus, das bisher den Dreh- und Angelpunkt seiner fast schon psychotischen Anstrengungen gebildet hat, das amerikanische Volk zu retten. Vor gewinnorientierten Schwerverbrechern, machthungrigen Terroristen und jetzt vor seinem eigenen korrupten Präsidenten.

Vielleicht kann man sagen, dass die fünfte Staffel am deutlichsten diese Botschaft in das Fernsehirn einer an kollektiven Verfolgungswahn leidenden Nation sendete, die gleiche Botschaft, die auch Bauers entfernter Kollege Fox Mulder schon gerne propagierte: Traue niemandem. Schon in der ersten Staffel erwies sich Bauers engste Kollegin Nina Myers als seine ärgste Feindin, und auch in weiteren Folgen wurden immer wieder Maulwürfe in der CTU ans Tageslicht gezogen. Und nun der Vater des Volkes. Es muss schmerzhaft sein, Amerikaner zu sein. Mit Frau Merkel kann uns das sicher nicht passieren. Hoffe ich jedenfalls. Aber Präsident Logan war sowiso von Anfang an unsympatisch. Und er wurde ja noch nicht mal gewählt, sondern nur in das Amt eingesetzt.

Trotzdem hat der Zuschauer keine Probleme, bei 24 zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Die Bösen sind immer diejenigen, die noch mehr Leute töten wollen, als Jack Bauer im Laufe seines Kreuzzuges zu erschießen gezwungen wird. Wenn man ihm dann ins Gesicht schaut, auf den verzerrten Mund und in diese unendlich traurigen Augen, weiß man auch, wer das wahre Opfer ist. Und man leidet mit ihm. Und stellt sich vor, dass Jack endlich mal ein wenig Schlaf verdient hat. Oder etwas zu essen. Oder zumindest einen Kaffee. Aber er muss weiter in Autos springen, mit dem Funkgerät im Ohr in Gebäude eindringen und mit belegter Stimme Verdächtige anschnauzen.

Und Chloe ist immer dabei, zumindest als Stimme aus dem Mini-Kopfhörer. Chloe ist so was wie der weibliche Jack Bauer auf einer eher technischen Schiene. Aber während er aus lauter Pflichtbewusstsein schon fast wieder eine positive Einstellung gegenüber seiner Arbeit an den Tag legt, hat man bei Chloe die ganze Zeit das Gefühl, als wenn sie absolut keine Lust hat. Chloe ist wie diese Kolleginnen, die wir alle nicht mögen, weil sie alles wissen und immer so tun, als würden sie einem einen riesigen Gefallen tun, nur weil sie ihre Arbeit machen. Und Chloe kann tatsächlich alles, sie kann Geräte bedienen, von denen ich noch nicht mal den Namen aussprechen kann, sie spielt mit Satteliten wie andere Fußball und sie hackt sich in die sichersten und geheimsten Netze ein. Das ringt einem schon irgendwie Bewunderung ab. Aber warum man sie dann doch wieder mag liegt daran, dass sie zwar perfekt in ihrem Job ist aber daneben drastisch unperfekt in ihrer Persönlichkeit. Sie ist weder hübsch noch nett oder witzig. Sie ist nur loyal. Aber eigentlich nur in Bezug auf Bauer. Ihre Chefs haben es nicht leicht mit ihr.

Ich stelle mir gerade vor, dass Chloe Jack mit raffinierten technischen Hilfsmitteln aus dem Gefängnis befreit und sie in eine billige chinesische Absteige flüchten und dort Arm in Arm einschlafen. Chloe und Jack werden niemals Sex haben. Nicht miteinander. Vielleicht mögen sie sich noch nicht mal. Vielleicht haben sie sich einfach aneinander gewöhnt. Der Beginn jeder perfekten Ehe.

Internetnische

für Notizen, Bücher, Musik, etc

Musikliste


Benjamin Biolay
La Superbe


Various
Le Pop 5
Flannery's bookshelf: read

Occupied CityRestlessOrdinary ThunderstormsDie wilden Detektive.VergebungVerdammnis

More of Flannery's books »
Flannery's  book recommendations, reviews, favorite quotes, book clubs, book trivia, book lists

abgrenzen
einloggen
Krimi-Schreiben
Krimilektüre
plaudernwährendlesen
Schein
Sein
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren