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Freitag, 30. April 2004

tokyo babylon

wird jetzt wieder im Manga-Format aufgelegt, was mich echt freut. Subaru und Seichiro sind ein interessantes Pärchen und meine absoluten Favouriten bei X1999. Vielleicht mag ich Seichiro ein wenig lieber als Subaru, aber Killer sind immer etwas cooler und Seichiro ist wirklich ziemlich skrupellos. Was kann man auch anderes von jemandem erwarten, der seine Mutter töten muß, um sie als Oberhaut der Sakurazuka abzulösen. Subaru ist in tokyo babylon noch ein 16-jähriger, ihm ist noch nicht alles scheißegal, wie später in X und er ist noch ziemlich unschuldig. Hokuto lebt noch und ist wahrscheinlich der Prototyp eines japanischen Mädchens, trendorientiert, nervig, egoistisch und irgendwie nett. Wahrscheinlich bin ich echt schon zu alt für Mangas. Aber scheißegal, es macht so viel Spass.

Freitag, 16. April 2004

Kafka am Strand

Haruki Murakamis neues Buch ist wie alle Bücher von Haruki Murakami: Protagonisten, die irgendwas suchen, wobei sie meist nicht wissen, wonach sie suchen und letztendlich suchen sie sich selbst. Ein bißchen japanische Geschichte, zweiter Weltkrieg und amerikanische Besatzung. Eine Liebesgeschichte, die mehr als das ist. Katzen, Whiskey, Musik. Und dazu mehrere Handlungsstränge, von denen einige normal sind, einer dagegen einen phantastischen touch hat. Diese Handlungsstränge laufen parallel, überschneiden sich und spiegeln sich. Das reale Geschehen wird im phantastischen erklärt (auch wenn man es nicht versteht) und das Phantastische wirkt im Realen weiter.

Diesmal spielt die Zeit eine Hauptrolle. Saeki, die Frau, in die sich Kafka verliebt, seine Mutter (?), lebt in der Vergangenheit, sie hat sich von der Gegenwart ausgeschlossen. Nakata, der alte Mann, der so real ist und so unwirklich zugleich, lebt nur in der Gegenwart, er reflektiert nicht, er ist leer, wie er sagt. Die Vergangenheit reicht bei ihm nicht aus, um einen Charakter zu entwickeln (obwohl er eine Persönlichkeit ist, sogar eine sehr nette), er kann nicht lesen, (so kann er letztendlich auch die aufgeschriebene Vergangenheit Saekis nicht lesen und vernichtet sie), er hat nur einen halben Schatten. Kafka selbst muß sich von der Vergangenheit lösen, um für die Gegenwart frei zu werden, für eine eigene Zukunft, wobei die Zukunft eigentlich nicht thematisiert wird. Dann die beiden Figuren Oshima und Hoshino, es sind relationale Charakter, sie ermöglichen die Bindung zwischen Kafka und Saeki und zwischen Nakata und Saeki. Nakata und Kafka begegnen sich nicht, vielleicht, weil sie Positiv und Negativ sind. Nakata, der nicht lesen kann, und Kafka, der nur liest. Nakata, der Leere, und Kafka, der einen undurchdringlichen Wald in seinem Innersten hat, einen Wald, den er zum Ende des Buches durchdringen muß, um zur Zeitlosigkeit zu kommen. Nakata, das Instrument, der den Weg Kafkas ermöglichen soll.

Was findet man, wenn man sich selbst sucht? Was läßt Murakami seine Charaktere finden? Ich habe das noch nie verstanden, und gerade darum mag ich Murakamis Romane. Und letztendlich ist wahrscheinlich der Weg das Ziel.

Donnerstag, 8. April 2004

The shins und Preston

School of Industry - gestern im Gebäude 9. Wir sind einfach mal hingefahren, weil PSOI schön relaxten, optimistischen Schrammelfolk machen und die Shins überall hoch bewertet werden. Das Gebäude 9 war eigentlich ganz gut gefüllt, altersmäßig eher 25+ und eine lustige Mischung zwischen alten Pavement-Fans und Leuten, die hauptsächlich wegen den Shins gekommen sind. Falls nicht bekannt: der Sänger von PSOI war früher mal bei Pavement, der besten Band der Welt, und Ableger von Pavement sind jetzt eben PSOI und Steven Malkmus, der solo macht. Ich glaube, es gibt noch einen weiteren Ableger, aber da komme ich jetzt nicht drauf. Ein wenig klingt alles, was die beiden abliefern immer nach Pavement, aber bei PSOI haben sich mehr die Folk-Einflüsse durchgesetzt, die bei Pavement im letzten Stadium angeklungen sind. Ein gutes Konzert, die Band ist merklich aufgetaut, nachdem das Publikum schon nach den ersten Liedern Zuspruch zeigte. Dann die Shins, Himmel, keine Ahnung. Nicht schlecht, kaum einzuordnen. Eher positiver, sehr strukturierter Beatrock, keine Ahnung, ob die Bezeichnung Beatrock passt, mit Keybordeinsätzen, die das Tempo noch steigern. Die Band total unstylish, so die Typen aus der Nachbarschaft, nette Kerle, unauffällig. Ihre Sachen sind irgendwie erfrischend, weil sie sich nicht den gängigen Schemata unterordnen. Mal sehen, was draus wird. Aber sie unterscheiden sich schon ziemlich von den anderen hypes, die jedes Jahr aus dem Szenegewimmel gezogen werden.

Mittwoch, 7. April 2004

meine neue Lieblings-CD

heißt Lay of Land und ist von Seachange. Ich weigere mich ja, Bands in Schubladen zu stecken, aber man kann die Musik schlecht beschreiben, also muß man Assoziationen bemühen und da fallen mir am ehesten Rival Schools und Deus ein, letztere vor allem, wegen der Streicher. Und vielleicht noch ein bißchen Modest Mouse, weil es trotz aller Emo-Anklänge doch ein wenig minimalistisch ist, im Kern, unter den Gitarrenstürmen. Ein wenig desparat, aber immer kämpfen und leiden. Gute Platte.

Übrigens, bei der DEA in Hagen gibt es Twix Peanut Butter.

Mittwoch, 31. März 2004

Melissa auf der Mauer

Köln ist die erste Station der Deutschland-Tour. Entsprechend nervös ist Melissa auf der Mauer bei den ersten beiden Stücken, die soundmäßig unterirdisch schlecht sind, weil der Prime-Club einfach zu klein für die Soundwälle ist. Dann platzt der Knoten und es wird gut. "If you have a dream, then pass it on", ist eine Zeile aus "i need, i want, i will" und irgendwann scheint es so, als ob wir alle Teil von Melissas Traum sind, einem rot-goldenen, efeu-bewachsenem Traum von künstlerischer Freiheit. Unter den Super-Egos Courtney und Cogan muß sie fast kaputt gegangen sein, dementsprechend genießt sie nun die Frontfrau-Rolle, den direkten Kontakt zum Publikum, die Zustimmung zu der CD, die ihr selbst so wichtig ist, weil sie ihr Projekt ist. Und sie ist ein Performer, sie singt die Stücke nicht nur, sie drückt sie aus. Die Stimme ist auch live ok, die kleinen Unsicherheiten gehen als Fragilität durch, und sie gleicht das durch Spielfreude wieder aus. Nach ca. einer Stunde ist die CD komplett durchgespielt, und als Zugabe gibt es dann noch ein unveröffentlichtes Stück, ihr allererstes Selbstgeschriebenes, wie sie erzählt. Dann ist sie weg, aber eigentlich ist sie jetzt erst richtig da. Und die Baßgitarre ist auch in Wirklichkeit so groß.

Montag, 29. März 2004

Sehr geehrter Atze Schröder,

gestern in Aachen, das war mal wieder ganz große Kunst. Ich hatte ja nun zum ersten Mal das Vergnügen, Sie auf der Bühne zu erleben, und ich muß sagen, chapeau. Sie haben es geschafft, die Aachener Grenzlandbevölkerung mit einem Feuerwerk von Guter Laune über Nacht zu Ruhrpott-Fans zu machen, und es würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere seinen nächsten Sommerurlaub in Dortmund-Scharnorst verbringt, der Perle des Ruhrgebiets. Danke dafür, und auch für die wichtigen Einblicke in die Seele von Männern, sowie Überzeugungs-Prolls, was ja in den meisten Fällen identisch ist. Gut, wenig überraschend ist, daß dieser Teil der Erdbevölkerung neben Sex nur noch an Essen denkt, aber es ist immer nett, in Vorurteilen bestätigt zu werden. Heilsam war auch die erneute Erinnerung an Der-den-Hebel-nicht-zieht, nach einem Baby-Wochenende vom Feinsten, mit einem Neugeburtsbesuch und einer Taufe, eine wirklich gelungene Abrundung. Denn so knuddelig die kleinen Monster auch sind, wie ich als frischgebackene und hochmotivierte Patentante konstatieren muß, sie sind manchmal etwas schwierig, was vielleicht an Störungen im Kommunikationsfluss liegen mag, meist aber einfach darauf beruht, daß sie wissen, daß sie knuddelig sind. Nun, Herr Schröder, ich weiß nicht, ob ich ein Kind von Ihnen will, aber ich möchte auf jeden Fall Ihre Sandra Kamps sein, und wenn ich einen Fantasialandaufkleber auf meinem Wagen gehabt hätte, hätte ich ihn gestern im Parkhaus noch abgekratzt. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, auch wenn das auf gar keinen Fall auf Schalke sein wird (der einzige Kritikpunkt an Ihrer ansonsten unübertroffenen Geschmackssicherheit), und grüßen Sie mir Essen.

Donnerstag, 18. März 2004

das Frankreich Dominique A.´s

ist ein Frankreich ohne Paris. Eher ein Frankreich der Vororte, wo die Straßen naß und grau sind, oder das ländliche Frankreich, mit dunkler Erde und kräftigen Bäumen. Das klingt kitschig, aber Chansons sind kitschig, jedenfalls ein bißchen. Chansons sind auch emotional, lebendig und haben diesen Hauch Nostalgie, der so schön französisch ist. Manchmal sind sie leicht und süß wie Schokokrossies, manchmal aber auch düster und morbide. Dominique Anés´ Chansons sind voller Leben, voller Passion, und irgendwie erdverbunden, eben anders als der Paris-Glamour der Biolay-Sachen (die ich natürlich auch gerne mag). Außerdem ist Anés ein Tüftler, der mit zwei Mikros und einem Feedbacksystem den ganzen Sound alleine bringt, was ziemlich faszinierend ist. Ein wirklich gutes Konzert, gestern, und es bestätigte mich in meiner These, daß man vom Chansons-Hören vielleicht ein besserer Mensch wird.

Mittwoch, 18. Februar 2004

blink 182 in d´dorf

Blink-Konzerte erlebt man inmitten von Papa-Roach-/ oder Slipknot-T-shirts, von Akne in unterschiedlicher Ausprägung und praktizierenden Anhängern des Jugendalkoholismus. Bevor das Konzert anfängt, noch während der nichtsagenden wir-klingen-wie-alle-und-machen-melodiösen-Funpunk-Vorband, fragt man sich, ob man für diesen Scheiß nicht eigentlich schon viel zu alt ist. Aber wenn dann gleich zu Beginn dumpweed in vierfacher Geschwindigkeit rausgehauen wird, wird das auf einmal ganz egal, weil man jetzt Spaß hat und die Nackenwirbel strapazieren kann. Egal auch die typischen Pubertäts-Sprüche, zu denen solche Bands wahrscheinlich vertraglich verpflichtet sind, und der irgendwie miese Sound in der Philipshalle. Die Jungs neben mir singen alles mit und schleudern glücklich ihre Zeigefinger nach vorne-oben und es ist ein bißchen wie im Fußballstadion. Die Sachen von der neuen CD laufen gut, daneben werden die Singles von enema of the state und der zweiten CD gespielt, alles, was entertainment bringt, ist da, außer adam´s song. Manchmal fragt man sich, wie das sein kann, daß die aktuelle CD so mehr weiterentwickelt klingt, als das bei blink augenscheinlich der Fall ist, aber vielleicht gehören blink 182 zu der band-species, deren Musik schneller erwachsen wird, als sie selbst (ein anderes Beispiel ist the cooper temple clause, deren CD „kick up the fire ...“ meine Lieblingsplatte des letzten Jahres war, weil sie so dicht ist, so ernsthaft und so gut, aber live sind sie fashion victims). Und die neue CD, die auch nur blink 182 heißt, ist tatsächlich schon eine Ecke entfernt von dem Kinder-Punk auf „enema“ (obwohl ich die CD ziemlich gerne gehört habe, vor allem beim autofahren), und das nicht nur, weil Robert Smith (!!!!) die vocals auf „All of this“ singt. Und wenn blink weiter Lieder wie „Stockholm Syndrome“ geben, können sie meinetwegen auch in der Pubertät bleiben.

Dienstag, 17. Februar 2004

daß videos kunst sind,

war doch schon von Anfang an klar. Seit wir Mitte/Ende der 80er MTV über Kabel gekriegt haben, waren die Videos da, Kurzfilme zur Musik, aber fast sofort auch viel mehr als das. Und plötzlich war auch Musik etwas ganz anderes, livestyle war natürlich schon immer damit verknüpft, aber nun war das drumherum der Musik sehr viel plastischer, konkreter und direkter geworden. Musik hören und erleben war nicht mehr nur private Phantasie, sondern durch die Visualisierung nun zum Teil öffentliche Vorstellung, in einem gewissen Sinne standardisiert. Aber das soll Videos nun nicht abwerten, dafür lieben wir sie doch viel zu sehr, vor allem auch deswegen, weil sie eben mehr sind, als Begleitvisualisierung. Mehr im Sinne von emergent, nicht selbständig neben der Musik, es ist selten, daß ein Video auch ohne die dazugehörige Musik bekannt wird. Trotzdem mag man manche Videos, auch wenn man mit der Musik eher nichts anfangen kann und Videos gehen als Darstellungsform über die Musik hinaus und sind dann doch etwas Eigenes, Faszinierendes, Witziges. In Düsseldorf, im NRW-Forum sind momentan 100 der einflussreichsten Arbeiten ausgestellt, und das hat schon was, wenn man in einen dunklen Raum kommt und in 30-40 symmetrisch angeordnete Bildschirme guckt, auf denen Videos flimmern - nicht nur Musikvideos, sondern auch Werbung und Kunst. Und man kennt fast alles (nach 1985) und freut sich, Sachen zu sehen, die man schon lange nicht mehr gesehen und fast wieder vergessen hat. Lustige Sache, das.

Sonntag, 8. Februar 2004

fremd und lost in translation

Der Film bringt dieses nicht-zu-hause-fühlen-Gefühl ziemlich deutlich zum Ausdruck und darum ist es ein guter Film. Nicht nur der Aufenthalt im Hotel, der immer so ein Gefühl vermittelt, nicht nur diese fremde Stadt Tokyo, nicht nur die japanische Lebensweise, die einen unberührt läßt, vor allem Bob und Charlotte spiegeln es. Charlotte, indem sie ziellos durch die Stadt streift und beobachtet, nur passiv, nur gucken, versuchen, für irgendetwas ein Gefühl zu entwickeln, was aber nicht funktioniert. Charlotte steht irgendwo am Anfang und weiß nicht, wie sie ihr Leben nach hause bringen soll. Bob steht schon ziemlich weit hinten und merkt, daß sein Leben nicht zu hause ist, daß er ein Fremder in seiner Familie ist. Auch die Berufe der beiden korrespondieren damit: Charlotte hat Philosophie studiert und Philosophie ist paradigmatisch für immer nur suchen und niemals finden. Bob ist Schauspieler und Schauspieler spielen zu viele Rollen, so viele, daß sie nicht mehr wissen, wer sie selbst eigentlich sind. Beide laufen durch diese Bilder-Welt, die nicht viel anderes zu sein scheint, auch wenn es meist sehr ästhetische Bilder sind. Und manchmal ist dieser Schwebezustand nicht so schlimm, manchmal kann man ihn sogar abfeiern, mit dem Fremden spielen, zu dem man nicht gehört, indem man karaoke-Lieder gröhlt und Spaß dabei hat, seine eigene Fremdheit celebrieren, und mit rosa-weißer Perücke durch die Gegend laufen. Vielleicht ist das auch die beste Möglichkeit, vielleicht bleibt einem gar nicht viel anderes übrig, als sich damit zu arrangieren, daß man sich fremd ist, den Anderen und dem ganzen Leben. Vielleicht fühlt man sich für ein paar Tage nicht fremd, wenn man jemanden getroffen hat, dem es genauso geht. Und es bringt nichts, in den Flieger zu steigen, denn wo soll der einen hinbringen? Zu hause ist immer da, wo man man-selbst ist, und wenn man das gefunden hat, ist es gut.

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